Verfasst von: Sylvia Braun | 14. Januar 2010

Das Hallenbad

Da  aktuell viel zum Thema Hallenbadneubau diskutiert wird, eröffne ich dafür nun im Sinne der besseren Übersichtlichkeit ein neues Thema. Die Hallenbadkommentare zu meinem vorherigen  Artikel zum Haushaltsicherungskonzept kann man hier nachlesen, die Diskussion in der Gruppe “Bürger leben Bruchköbel” bei wkw gibt es hier. Eine Übersicht zum Aktionsbündnis “Pro Hallenbad finden Sie hier.

Meine Meinung zum Hallenbadneubau:  Ehrlich gesagt – da bin ich noch unentschieden. Natürlich hätte ich gerne im Ort ein attraktives Hallenbad und natürlich leuchtet mich auch die Notwendigkeit für die Vereine und den Schulsport ein.  Aber – können wir es uns wirklich leisten? Und auf wessen Kosten leisten wir es uns? Ich persönlich bin auch ohne Hallenbad im Ort groß geworden. Zum Schwimmen ist man eben mit dem Bus gefahren und im Sommer mit dem Rad. Und das Bruchköbeler Hallenbad ist auch nicht wirklich für die Mehrzahl der Bruchköbeler Bürger besser erreichbar als ein Hallenbad in einem der Nachbarorte.

Mir sind auch einfach diese ganzen Berechungen nicht geheuer, in die eine wie in die andere Richtung. Machen wir mit einem neuen Hallenbad tatsächlich keine Miesen mehr oder reduziert sich diese Summe nur? Lohnt sich dafür das neue Schuldenmachen?  Sind Bruchköbeler Bürger, Insitutionen, Vereine, Firmen bereit, sich evtl. auch auf die eine oder andere Art finanziell an einem Neubau zu beteiligen? Für mich sind da noch viele Fragen offen.

Deshalb bin ich gespannt, wie die Diskussion weiter geht.


Antworten

  1. Auf jeden Fall ist der Neubau oder die Komplett-Sanierung des Hallenbades wichtig! Ich bin aktiver Rettungsschwimmer im DLRG-Verein OG Bruchköbel. Wenn das Hallenbad geschlossen würde, hätten wir keine Möglichkeit mehr, wöchentlich zu trainieren, was zur Folge hätte, dass wir in der Sommersaison keine Badeaufsicht mehr am Bärensee in Erlensee machen könnten.

    Aber ich verstehe schon, wieso Sie sich diese Fragen stellen und dem ganzen noch skeptisch gegenüber stehen. In einem anderen Ihrer Artikel habe ich gelesen, dass Ihnen von den genannten Punkten die Kinderbetreuung am Wichtigsten sei, da Sie selbst Kinder haben, die sich im Kindergartenalter befinden. Ich, als 20-jähriger, halte beispielsweise die Kindergärten für weniger wichtig als den Neubau des Hallenbades. Die DLRG OG Bruchköbel könnte ohne Hallenbad nicht mehr weiterbestehen, was auch für Sie Folgen haben kann. Schwimmkurse für Kinder und Jugendliche würden nicht mehr angeboten werden! Zumindest in Bruchköbel gäbe es dann keine direkte und ortsnahe Möglichkeit, Schwimmkurse zu bekommen. Und auch für andere Vereine (Undina, etc.) ist das Hallenbad essenziell.

    Und zu den “Miesen”, die Sie nennen kann ich nur sagen: Wenn das Hallenbad nach aktuellen Richtlinien neu erbaut werden würde, würde es auch weniger Kosten im Verbrauch verschlingen. Durch neue Technik und effiziente Wärmedämmung können schon immense Kosten gespart werden, die jetzt leider durch das marode Mauerwerk entstehen. Und wenn das Hallenbad neu errichten würde, würde es auch wieder für viele Bürger (auch aus anderen umliegenden Orten) durch neue Angebote (z.B.: Wellness/Sauna) interessant werden. Das würde dann auch wieder mehr Geld in die Kasse bringen.

    Klar, zunächst ist es eine riesengroße, kostspielige Sache, die vielleicht vielen nicht einleuchtet. Aber auf Dauer gesehen würde sich ein Neubau nur rentieren und das Geld mit der Zeit auch wieder einspielen!

    Mit freundlichen Grüßen,
    Marvin Gräfe

    • (M.G.:) “Klar, zunächst ist es eine riesengroße, kostspielige Sache”

      Diese Aussage kann man relativieren:

      Moderne betriebswirtschaftliche Berechnung verteilt Investitionskosten, Zinsverlust, Rückstellungen für Erhaltungsaufwand über einen langen Zeitraum. Es fällt in jedem einzelnen Haushalt der folgenden, sagen wir zum Beispiel mal 20 Jahre, also kein “Millionenloch” an, sondern es werden jährliche Abschreibungen vorgenommen. Diese Praxis ist lebensnah. Schliesslich wird so ein Bad ja auch über Jahrzehnte, auch von kommenden Generationen genutzt. Und auf diese Weise wird das Investieren in große Projekte überhaupt erst möglich und über längere Zeiträume plan- und finanzierbar.

  2. Vielen Dank für Ihren interessanten Beitrag. Natürlich ist man immer beeinflußt durch die persönliche Situation. Deshalb ist es ist wichtig, über einen Sachverhalt zu diskutieren und ihn so aus mehreren Perspektiven zu sehen.

    Aber abgesehen von meiner persönlichen Situation sind gute Kindergärten, ausreichend Hortbetreuung und eine aktive Jugendarbeit wichtig, um Bruchköbel für junge Familien attraktiv zu machen. Das erscheint mir in der Abwägung immer noch wichtiger als ein Hallenbad vor Ort.

    Dass das Hallenbad das Geld wieder einspielen wird, halte ich für eine gewagte These. Maximales Ziel dürfte doch sein, das Defizit möglichst klein zu halten, oder?

  3. Wie Sie es so treffend gesagt haben: Man ist natürlich durch die eigene Situation beeinflusst. Ich wollte auch nicht rüberkommen lassen, dass mir Jugendarbeit oder Kinderbetreuung etc. nicht wichtig sind. Aber es gibt einfach so viele Dinge, denen man Beachtung schenken müsste und man muss einfach irgendwo einen Kompromiss finden. Dass nicht immer die Wünsche aller berücksichtigt werden können, ist klar. Und wie ich heute im Bruchköbler Kurier gelesen habe, hat sich die Stadt wohl nun für den Neubau des Hallenbades entschieden, der noch dieses Jahr beginnen soll. Ich persönlich bin da natürlich sehr erfreut. Im DLRG-Verein bin ich quasi groß geworden, habe so viele Jahre nun schon aktiv das Vereinsleben mitgestaltet. Ohne Hallenbad würde (wie auch der BK in seinem heutigen Artikel geschrieben hat) der Verein gezwungen sein, aufzuhören, da sogar andere umliegende Hallenbäder nicht genug Kapazitäten hätten, um uns Training zu ermöglichen. Die DLRG ist mir sehr wichtig und wenn das nun plötzlich nicht mehr existierte, nur weil die Stadt meinte, es sei zu kostspielig das Hallenbad weiterhin zu unterhalten und in Zukunft komplett auf ein Hallenbad verzichten würde, wäre aber nicht nur ich schwer enttäuscht von Bruchköbel.

    Naja aber ich will Ihnen auch nicht weiter meinen Standpunkt erläutern. Ich denke Sie verstehen mich, werden jedoch trotzdem nicht Ihre Meinung ändern, weil dieses Thema für Sie einfach keine persönliche Relevanz hat. Würden Sie in meiner Haut stecken, würden Sie vermutlich genauso über die Entscheidung des Neubaus/der Renovierung denken und erfreut sein. Deshalb will ich Ihnen auch überhaupt keinen Vorwurf machen. Für jeden ist eben etwas anderes von besonderer Wichtigkeit, aber nur nach und nach kann eben die Liste der Dinge, die noch ausstehen, abgehakt werden.

    Noch kurz zu Ihrer letzten Aussage: Gut, das Geld wieder einzuspielen ist vielleicht auch zunächst etwas gewagt formuliert. Allein durch den Neubau würden Millionen verschlungen werden. Aber es ist wie gesagt eine Investition in die Zukunft! Und auf jeden Fall würde ein Neubau weit weniger Kosten in der Unterhaltung verursachen als der jetzige, technisch gesehen nicht mehr zeitgemäße Altbau.

  4. Liebe Sylvia Braun,
    nur ein paar kurze Anmerkungen von mir:
    – Ich verstehe nicht weshalb das Hallenbad mitten in Bruchköbel für die Mehrzahl der Bürger nicht besser erreichbar sein soll als eins im Nachbarort.
    – Der Ansatz ein Hallenbad nur von der Wirtschaftlichkeit in Euro zu bewerten ist absolut unzureichend. Selbst private Spaß-Bäder benötigen oft genug saftige öffentliche Zuschüsse zum Überleben. Ein Zweckbad wie wir es in Bruchköbel auch für die Zukunft brauchen ist immer ein Drauflege-Objekt, genau wie die vielen sonstigen Hallen, Sportstätten oder andere soziale Einrichtungen.
    – Beim Vergleich mit den vielen anderen Einrichtungen unserer Stadt für das gesellschafliche, soziale, sportliche Leben halte ich die Frage nach einer finanziellen Beteiligung von Bürger oder Vereinen beim Hallenbad für nicht ganz fair.
    - Sicher würde Bruchköbel mit der Schließung des Hallenbades im Trend einer bundesweit von Kommunen sehr einfach gestalteten Kostensenkungspolitik liegen. Aber passt das ins Bild welches die Stadt Bruchköbel immer wieder mit neuen Ideen und Slogans von sich vermitteln will?

  5. Hallo Silvia Braun,

    1. Sehr gute INDIVIDUELLE Kommentare.

    2. Leider benutzen vorwiegend ‘Jüngere’ dieses hervorragende Medium – ist ja auch logisch.

    3. Dadurch ergibt sich leider keine Mehrheitsmeinung.

    4. Ich keine keinen, der das ‘geplante’ Hallenbad nicht möchte.

    5. Bei unserem ‘Schuldengebirge’ – wir haben jetzt schon 2 Mio. Zinsen zu zahlen – können wir gar keine zusätzlichen Schulden machen – erst recht keine ‘austauschen’.

    6. Das Schlimme für ganz Deutschland ist, das derart übertriebene Schulden die Anzahl armer Leute erhöht.

    7. Kein Hallenbad kommt ohne erhebliche Steuerzuwendungen aus. Von ‘rentieren’ kann überhaupt keine Rede sein – leider.

    8. Es gibt eine Notlösung: Absprache mit Nachbargemeinden und dreimal pro Woche einen kostenlosen Bus. Das wäre für alle 3 Teilnehmer am besten finanzierbar.

    9. So isses – Felix Daxacher

    • Lieber Herr Daxacher,

      nantürlich können diese Diskussionen – ob hier oder bei wkw – keine Mehrheitsmeinung darstellen, das ist auch nicht gewollt. Vorallem deshalb, weil es den meisten Leuten solche Diskussionen herzlich egal sind. Außer man ist persönlich betroffen, wie hier die Familie Gräfe, oder allgemein politisch interessiert.

      Das nur “Jüngere” das Medium Internet zur Meinungsbildung und Meinungsäußerung nutzen, sehe ich nicht so. Die Kommentarschreiber hier sind – bis auf eine (?) Ausnahme – alle keine sogenannten Eingeborenen des Internets. Und Sie selbst sind doch ein wunderbares Gegenbeispiel Ihrer These?

    • (F.D.:) “Bei unserem ‘Schuldengebirge’ – wir haben jetzt schon 2 Mio. Zinsen zu zahlen – können wir gar keine zusätzlichen Schulden machen – erst recht keine ‘austauschen’.”

      Mir scheint, Sie plädieren dafür, dass man zuerst spart (zum Beispiel für ein Hallenbad), und erst dann das Geld ausgibt. Diese Sichtweise ist unrealistisch. Würde jeder ihr folgen, dann gäbe es in Bruchköbel wahrscheinlich viel weniger Eigenheime.

      Und wenn sich erst alle Kommunen Ihren Vorschlag zu Herzen nehmen und alle Investitionen stoppen würden, für welche Darlehen aufgenommen werden müssen, dann stünden wir binnen kurzem in der schärfsten Wirtschaftskrise – Bauwirtschaft, Handwerk, Gewerbe wären hart getroffen, es gäbe Arbeitslose en masse.

      Warum soll denn ausgerechnet nur die jetzige, heutige Generation mit ihrem Ersparten auf einen Schlag für Investitionen aufkommen, die für die Zukunft geplant sind und die auch denen nützen, die erst noch zu Steuerzahlern werden? Ich denke, es gibt durchaus vernünftige Gründe, warum manche Investitionen nicht vom Ersparten bezahlt, sondern ganz bewusst finanziert werden.

      Das Argument “Schuldengebirge”, wahlweise “Millionenloch”, halte ich also für ein Totschlagargument.

      Wie sähe denn Ihr Vorschlag dafür aus, wie Bruchköbel überhaupt zu irgendeiner neuen Investition kommen könnte, Herr Daxacher? Denn bei 23 Millionen Euro Schulden wäre ja nach Ihrer Sichtweise für mindestens die nächsten 20 Jahre jede weitere Investition zu unterlassen.

      • Hallo Jürgen Dick,

        da staune ich aber! “Mir scheint” haben Sie geschrieben… Der Schein trügt!

        1
        Kann man ein Hallenbad nicht mit Eigenheimen vergleichen.

        2.
        Die Wirtschaftskrise haben wir doch, und Bauwirtschaft und Gewerbe sind noch immer betroffen und 4 Mio. Arbeitslose sind leider auch vorhanden. Und WARUM? Weil in allen Industrieländern grosszügig auf PUMP gelebt wird. Das wird sich rächen – siehe USA: 32 % (von 350 Mio) sind Foodstamps-Empfänger! Von dem Rest – 68 % – sind 50 % nach unseren Kriterien ‘arme Leute’. Und wir übernehmen ja fast alles von drüben….

        3.
        “Auf einen Schlag” – das habe ich nicht geschrieben, das ginge auch gar nicht bei diesen noch niemals so hohen Schulden in Stadt, Land und Bund.

        4.
        Totschlagargument das ist ein neuen UNWORT.

        5.
        Sie sollten es wissen: die ‘Mannheimer’ haben Anfg. Jan. 2010 gefragt: Sind Sie für Steuersenkungen? Ja – Nein – weiss nicht – da haben doch tatsächlich 63 % NEIN gesagt, die wollten lieber ‘Schuldenreduzierung’. Letzte Woche hat ‘Dimap’ gefragt: Sind Sie 2011 für Steuersenkung? Da haben nochmals 58 % NEIN gesagt!

        6.
        Also, normalerweise stehen Sie ja mit beiden Beinen auf dem Boden der Tatsachen – aber diesmal, lieber Herr Dick, wollen Sie wohl mal die Minderheit vertreten???

        Grüsse
        Felix Daxacher

  6. Lieber Herr Daxacher,

    Sie sagen:

    “Die Wirtschaftskrise haben wir doch, und Bauwirtschaft und Gewerbe sind noch immer betroffen und 4 Mio. Arbeitslose sind leider auch vorhanden. Und WARUM? Weil in allen Industrieländern grosszügig auf PUMP gelebt wird.”

    Es ist wichtig, zu unterscheiden, wofür Kredite aufgenommen werden, etwa, ob für das Tätigen einer Investition, oder für das Stopfen eines Rentenlochs.

    Im ersteren Fall ist das Geld nicht weg, sondern wird direkt gewandelt in einen Sachwert.

    Ich versuchte bereits zu erläutern, dass es nach meiner Ansicht durchaus Sinn macht, Investitionen, die für zukünftige Nutzer bestimmt sind, auch in die Zukunft hinein zu finanzieren.

    Denn auch das ist Generationengerechtigkeit: Dass wir hier, jetzt und heute nicht zu 100% eine Investition mit unserem Ersparten bar zu bezahlen gezwungen sind, von welcher auch zukünftige Generationen profitieren werden – bei einem Schwimmbad ist das zumindest eine nach uns folgende Generation.

    Auch die “Zukünftigen” können an so einer Investition wie der in ein Schwimmbad durchaus beteiligt werden, und eine langfristige Finanzierung bewirkt genau dies.

    Und wenn Sie übrigens das Investieren “auf Pump” eliminieren würden, dann hätten Sie wohl mit Sicherheit bald mehr als 4 Mio. Arbeitslose auf dem Plan. Mit allen Folgen, zum Beispiel für Steuereinnahmen, Gewerbe, Handel, die Rentenkassen usw.

    Wohlgemerkt, ich bin nicht dafür, dass man sich einfach so auf Teufel komm’ raus verschuldet. Es muss nach meiner Meinung schon ein Gegenwert dafür erkennbar sein. Etwas Handfestes. So denkt auch der Häuslebauer – und nimmt den Kredit auf, zahlt Zinsen und Tilgung.

    Ein Schwimmbad ist darüber hinaus nicht nur was Handfestes aus Stein und Glas, sondern hat, wie ich finde, auch einen ideellen Wert. Es dient nicht nur dem sozialen Miteinander, der Gesunderhaltung eines breiten Teils der Gesellschaft, dem Sport, sondern es stellt insgesamt eine kulturelle Errungenschaft dar. Wir bewundern heute noch antike Städte mit ihren Thermen, ihrer Bäderkultur. Warum wohl?

  7. (S.B.:) “Meine Meinung zum Hallenbadneubau: Ehrlich gesagt – da bin ich noch unentschieden.”

    Hier ist übrigens eine Erinnerung an einen Tag einst im Mai – schon damals war man sehr entschieden dafür, dass beim Thema Schwimmbad etwas passieren muss:

    “Darüber hinaus beschloss die Stadtverordnetenversammlung auf Antrag von Bündnis 90/Grüne und CDU, eine Planung für die Neugestaltung des Schwimmbades zu entwickeln. Man sei sich einig, daß Bruchköbel als sich weiterentwickelnde Kommune weiterhin ein Schwimmbad mit Hallen- und Freibad benötigt. „Schon der Nutzen für unsere Schüler, die DLRG, Schwimm- und Tauchvereine, für Wassergymnastik, Babyschwimmen und viele Aktivitäten mehr machen den Betrieb des Bades für ein Mittelzentrum wie Bruchköbel notwendig“, erklärte der CDU-Fraktionsvorsitzende, Joachim Rechholz. Harald Wenzel (Grüne) pflichtete ihm bei: „Es ist ein Teil der Daseinsvorsorge, unseren Kindern hier vor Ort, also ohne unnötige Wege, Schwimmunterricht und eine sinnvolle Freizeitgestaltung zu ermöglichen“. Auch dieser Antrag fand fraktionsübergreifende Zustimmung.”

    Das war im Mai 2007.

  8. Sehr geehrter Herr Dick,

    der von Ihnen aus dem Jahr 2007 eingestellte Artikel macht sehr deutlich, dass die CDU natürlich nicht gegen ein neues Schwimmbad ist, auch wenn manche Leute nicht müde werden, dies immer wieder zu behaupten. Der Antrag wurde damals mit einer Mehrheit von CDU und Grüne verabschiedet. Allerdings war ich damals auch noch nicht im Bilde ob der schwierigen finanziellen Lage der Stadt über die ich und andere Fraktionskollegen auch teilweise hinweggetäuscht wurden. Das gebe ich auch zu. Machen wir uns nichts vor und ich möchte auch nicht wieder die Thematik “schwarze Null” etc. anführen. Das war gestern und wir müssen uns über das hier und jetzt klar sein und aus Sicht der CDU ist die Lage eben im Moment nicht so, dass wir uns dieses Bad finanziell leisten sollten (könnten), aber an der Realisierung werden wir konstruktiv mitarbeiten und uns nicht verweigern. Die Umsetzung von demokratisch gefassten Beschlüssen ist selbstverständlich.
    Ich habe am vergangenen Sonntag sehr wohl zur Kenntnis genommen (Sitzung Aktionskreis Schwimmbad), dass sich einige Stadtverordnetenkollegen positioniert haben und schon mal einige Dinge großzügig versprochen und angekündigt haben…..”Jetzt ist es Zeit alles anzupacken und dann sollten wir auch nicht über die Beckentiefe und Sprungbretter, egal ob ein Meter oder drei Meter oder fünf Bahnen oder sechs Bahnen diskutieren…. (nicht der Kollege der SPD) Willkommen im Wahlkampf und in der Realität und das ist genau das, was wir als CDU haben kommen sehen, dass hier jetzt einige politische Vertreter “Wünsch Dir was” spielen und die nächsten zwei Jahre permanent den Weihnachtsmann spielen wollen.

    @Herr Daxacher:
    Im übrigen sind das genau die Leute, die sie vor einem Jahr nicht hoch genug loben konnten (Biogas) und die die wahren “Versteher” der Bruchköbler und vor allen Dingen der Roßdorfer Bürger waren. Was ich und meine Familie damals als CDU Mitglied und Roßdorferin erleben mussten, war an der Grenze des Eträglichen (teilweise wurde diese Grenze überschritten). Genau diese Leute, haben diesen Schwimmbadentschluss jetzt mitgetragen, den Sie kritisieren…..und kriegen nun Ihre Schelte ab….Interessant, wie schnell sich die Zeiten ändern.

    • Kommentar / Anhang J.D.

      Sehr geehrte Frau Lauterbach,

      beim besten Willen kann ich Sie nicht verstehen – ich nehme an, dass Sie meine beiden Bemerkungen zum Schwimmbad nicht in Ruhe gelesen haben. So gut wie JEDER möchte ein modernes “Wellnessbad”, kein Zweifel! Die Frage ist doch nur, ob wir Bruchköbeler es uns leisten können oder dürfen – bei unserem Schuldenberg. Ende 2010 werden wir wahrscheinlich an die 30 Mio. Schulden haben. Rechnerisch dürfen wir uns derzeit kein neues Bad leisten, deshalb habe ich eine vorläufige “Notlösung” vorgeschlagen.

      Zweitens hat diese Sache überhaupt nichts mit der ‘BGA-Geschichte zu tun. Eine BGA wurde von der Mehrheit der Rossdorfer abgelehnt, weil sie total überflüssig und dazu noch total unökonomisch war und ist. Ausserdem hätte dieses Monstrum unsere ordentliche Umwelt hier zerstört. Die CDU hat das leider sehr spät erkannt.

      Also, noch einmal, das Schwimmbad möchte JEDER, die BGA KEINER! Was wollen Sie also mit Ihrer Bemerkung ausdrücken?

      Felix Daxacher

      • Hallo, Herr Daxacher,

        sie sagen:

        “So gut wie JEDER möchte ein modernes “Wellnessbad”, kein Zweifel!”

        Wo haben Sie das her? So weit ich es in den Diskussionen mitbekommen und -erlebt habe, betonen die an der Diskussion Beteiligten immer wieder, sie wollten eben gerade dies nicht.

        “Wellness” -also das ‘sich-gut-Fühlen’, ist übrigens nichts Anstössiges. Menschen gehen in Schwimmbäder, um sich zu entspannen und sich gut zu fühlen. Gönnen Sie den Menschen diesen Wunsch doch einfach.

    • Hallo, Frau Lauterbach,

      Sie sagen:

      “Das war gestern und wir müssen uns über das hier und jetzt klar sein und aus Sicht der CDU ist die Lage eben im Moment nicht so, dass wir uns dieses Bad finanziell leisten sollten”

      Was bedeutet denn “im Moment”? Mal ehrlich – Sie müssten doch einsehen können, dass der nach Ihrer Logik vorgenommene, wie hypnotisiert erstarrte Blick auf den Schuldenstand dazu führen würde, dass Bruchköbel in den nächsten 20 Jahren keine einzige große Investition mehr anpacken dürfte. Wollen Sie das wirklich? Wollen Sie nicht, behaupte ich. Sonst hätten Sie ja auch nicht gerade eine Turnhalle abwracken lassen, die nun durch ein zu 100% auf Schuldenbasis finanziertes neues Modell (Kosten fast vier Millionen…) ersetzt wird. Es gibt also auch für Sie noch andere Gründe als die Freude am Schuldenmachen, die es geraten erscheinen lassen, in eine Sache zu investieren.

      Investitionsrechnungen folgen nicht der platten Logik “Wir haben Schulden-also wird nicht investiert”. Wer so redet, demonstriert jedem halbwegs Bewanderten, dass ihm die Materie fremd ist. Es kommt bei der Betrachtung von Schulden schon mal darauf an, welche Art Schulden man hat (im Falle Bruchköbels ist ein großer Teil der Schulden deswegen da, weil nachhaltig investiert worden ist, also Einnahmen dagegenstehen, siehe das Abwassersystem). Rechnet man solche “rentierlichen” Schulden heraus, sind Ihre und Herrn Daxachers “Schuldengebirge” schon mal deutlich geschrumpft. Dass Herr Daxacher Gegenargumente gegen seine Schuldenbergsängste schlicht nicht zur Kenntnis nimmt, mag seine Sache sein und bleiben. Bei Stadtverordneten würde ich mir aber die Bereitschaft zur wenigstens probeweisen Veränderung des Blickwinkels wünschen.

      Nichts für ungut, aber das musste mal gesagt sein.

      Grüsse,
      JD

  9. @Herr Daxacher:

    Sie haben mich nicht verstandenl. Auch ich bzw. die CDU sehen den Neubau des Schwimmbades wegen der aktuellen Schuldenlage der Stadt Bruchköbel eher kritisch, also genauso wie Sie. In diesem Punkt brauchen Sie mich bzw. die CDU nicht zu überzeugen.
    Mir ging es eigentlich darum, Ihnen klar zu machen, dass gerade für den Neubau des Schwimmbades die Gruppe des BBB mitverantwortlich ist, weil die Abgeordneten mit “Ja” gestimmt haben und genau diese Gruppierung haben Sie doch letztes Jahr noch in den Himmel gehoben und gelobt (im Zusammenhang mit der Biogasanlage). Ich hatte mich wohl nicht deutlich genug ausgedrückt, vielleicht weil ich den Namen dieser Gruppierung nicht ausdrücklich erwähnt hatte.

    @J.D.

    Ich könnte jetzt auch anders herum argumentieren und schreiben, dass ich eben genug Weitsicht habe (und die gesamte CDU Fraktion) und wir uns deswegen nicht für den Neubau entscheiden konnten.
    Niemand spricht davon, dass in den nächsten 20 Jahren nichts mehr investiert werden soll und kann. Im neuen Haushalt sind Investitionen enthalten. Notwendige Investitionen, die auch Geld kosten und in der Prioritätenliste hat nun mal für die CDU das Schwimmbad zum aktuellen Zeitpunkt nicht ganz oben gestanden, wenn es auch wünschenswert wäre.
    Auf der anderen Seite, ist es eigentlich auch nicht mehr notwendig, dauernd noch darüber zu diskutieren, da der Beschluss gefallen ist und nun eine vernünftige Umsetzung erfolgen muss, der wir uns als CDU nicht entziehen werden.
    Wie Sie persönlich feststellen konnten, waren am vergangenen Sonntag der Bürgermeister und ich auf der Sitzung anwesend und wir entziehen uns nicht.
    Was mich persönlich betrifft, so habe ich überhaupt keine Probleme meinen Blickwinkel hin und wieder zu verändern und mich von guten Argumenten überzeugen zu lassen, ohne meine eigentlichen Linie zu verlassen.. Ich denke, dass die CDU in den letzten zwei Jahren sehr deutlich gezeigt hat (seit diesem Zeitraum habe ich auch ein großes Stück Verantwortung in dieser Partei übernommen), dass wir kritikfähig sind und guten Argumenten zugänglich und dass wir uns der Diskussion stellen. Diese Unterstellung von Ihnen finde ich also nicht ganz fair.

  10. Hallo Frau Lauterbach,
    hallo Herr Dick,

    man muss sich ja doch manchmal wundern, wie beharrlich sich Kontrahenten zu einem Problem äußern. Da sagt K.L., ich hätte den BBB “in den Himmel” gehoben. Das ist gewaltig übertrieben. Wir hier waren dem BBB dankbar, dass er uns geholfen hat, die unsinnige BGA zu vermeiden – so einfach ist das.
    Und J.D. sagt, 20 Jahre keine Investition mehr – dann ist das ebenso übertrieben und scheinbar spielt Geld oder Schulden für ihn gar keine Rolle. Auch die letzten Umfragen 63 % und 58 % gegen Steuersenkung und für langsamen Schuldenabbau ebenso…
    Ich will damit nur abschliessend sagen, dass jeder alle wichtigen Punkte beleuchten sollte. Vielleicht wäre es angebracht, die Bürger dazu zu befragen, wobei man dann auch sagen müsste, dass unsere Stadt bzw. die Bürger Ende 2010 an die 30 Mios Schulden haben werden… Geld wird immer die erste Geige spielen, wenn nicht zuerst, aber ganz bestimmt zuletzt!

    Felix Daxacher

    • Hallo Herr Daxacher,

      ich denke auch, dass wir unsere Diskussion abschließend beenden können zum Thema BBB. Ihr Leserbrief im BK gestern hat mich eines Besseren belehrt. Nichts für Ungut, vielleicht laufen wir uns in Roßdorf mal über den Weg und können uns mal persönlich unterhalten, würde mich freuen :-)
      Gruß K. Lauterbach

  11. Hallo, Herr Daxacher,

    Sie sagen:

    “wobei man dann auch sagen müsste, dass unsere Stadt bzw. die Bürger Ende 2010 an die 30 Mios Schulden haben werden…”

    Einen sehr großen Anteil dieser Schulden (ich schätze, 10-15 Millionen) hat die Stadt deswegen, weil sie ihr Kanalsystem komplett modernisiert hat. Solche Schulden rentieren sich dadurch, dass die Leute und Firmen Kanalgebühren bezahlen.

    Wenn Sie beharrlich nur “Schuldengebirge” sehen möchten, ohne den Dingen auf den Grund zu gehen, dann ist die logische Konsequenz aus Ihren Ansichten: Die Stadt darf keine Schulden mehr machen, solange die alten Schulden nicht abbezahlt sind.

    Das aber würde in einen völligen Stillstand bei allen Investitionen führen. Und damit in eine Katastrophe – bei Gewerbe und Handwerk, auf dem Arbeitsmarkt, bei den Ausbildungsplätzen, beim Zustand von Gesundheits- und Rentenkassen, usw.

    Man kann nur hoffen, dass Politiker wenigstens so weit Sachverstand haben bzw. sich entsprechend beraten lassen, dass sie sich solchem Populismus nicht verantwortungslos hingeben, nur damit es für sie ein paar Wählerstimmen regnet.

    • Es gibt aber auch eine Menge Bürger, die sich per Mail an die CDU Führung und den Bürgermeister gewandt haben und der Meinung sind, dass der Beschluss, ein neues Bad zu bauen, ebenfalls als Populismus bezeichnet werden kann. Die Medaille hat immer zwei Seiten.

      • Die Entscheidung für ein neues Hallenbad hat mit Populismus sehr wenig zu tun. Ich glaube, Herr J.D. liegt da schon richtig mit dem Vergleich zur Kanalisation. Da wurden übrigens NEUE Rohre und Rückhaltebecken nach neuester Technik eingebaut. Oder hätten Sie da wieder gleich dicke Rohre verlegt? Vernünftige Bürger hätten das als Verschwendung bezeichnet.

        Einige Gründe, warum wir unser Hallenbad nicht renovieren können, werde ich im nachfolgenden Beitrag aufführen und werde sie auch in meinen blog:
        http://badbrk.blogspot.com/
        aufnehmen. Da finden Sie in sachlicher Form alles, was wir als Aktionskreis der Vereine und Nutzer der Bruchköbeler Bäder bisher zusammengetragen haben.
        Aber über eines sollten wir uns alle im Klaren sein: Wenn wir den Landeszuschuss des Investitionsprogramms für Hallenbäder nicht bekommen sollten, dann haben alle Kritiker an unserer Aktion recht und Bruchköbel behält sein fast 40 Jahre altes Hallenbad!
        Denn ohne diesen Zuschuss von ca. 30% der Baukosten wird Bruchköbel die Investition nicht allein tragen können.
        Wir werden das Bad so weiterführen müssen wie es vor langer Zeit geplant wurde: mit allen Schwächen, Limits, laufenden sehr hohen Energiekosten etc.
        Dann wird vielleicht für 3 bis 5 Mio. saniert, bei den bekannten Schwachstellen bekommen Sie eh keine exakten Plankosten.
        Wollen Sie das?

        Zum Schluss noch etwas zu den Umfragezahlen in diesem Blog und den oben genannten Schreiben an die CDU Führung und den Bürgermeister:
        Die Wassergymnastik Damen und Herren haben gerade eine Meinungsumfrage durchgeführt. Dabei haben sich 162 Teilnehmer/innen für den Erhalt bzw. Neubau des Hallenbades ausgesprochen.
        Da schon diese Aktiven – hier allein die Gymnastikgruppen – so viele positive Stimmen FÜR einen Neubau gesammelt haben, können Sie sich vielleicht vorstellen, wie viele Bruchköbeler Bürger Ihnen in einer Internet Umfrage fehlen. Denn die meisten dieser Nutzer sind nicht im Internet zu Hause und fehlen daher auf jeder Online Umfrage.
        Aber auch die älteren und die sozial schwachen Bürger sind Bruchköbeler Bürger und Wähler!

        Wolfgang Reichelt
        iV Aktionskreis pro Hallenbad

    • Hallo Jürgen Dick,

      Sie suchen sich immer so einzelne Punkte heraus und hauen dann drauf. So ist das nicht fair! Die Stadt und ihre Bürger brauchen jetzt ein Gesamtkonzept. Für SIE spielen Geld und Schulden keine Rolle, obwohl schon jetzt zwei bis drei Generationen an unseren Schulden abzahlen müssen. Sie und ich sind leider “älteren Datums”, da könnte man sagen – total egal – aber es ist nicht gerecht so, weil unsere Stadt finanziell immer unbeweglicher wird. Die Kinder und Kindeskinder können dann IHRE eigenen Ansichten und Prioritäten nicht mehr verwirklichen. Aber es ist ja heute leider so, dass EGOISMUS immer grösser geschrieben wird… Wer denkt schon am MORGEN und die, die nach uns kommen?Wer denkt an eine kommende Währungsreform, weil die Schulden dann nicht mehr bezahlbar sein werden.l

      Im übrigen bin ich mal gespannt, wie es weitergeht und noch gespannter, wie in einem Jahr gewählt wird.

      Ende und Grüsse
      Felix Daxacher

      • Hallo, Herr Daxacher,

        Sie sagen:

        “Für SIE spielen Geld und Schulden keine Rolle, obwohl schon jetzt zwei bis drei Generationen an unseren Schulden abzahlen müssen.”

        Das ist Ihr Mantra: die unüberwindlichen Schulden. Ich hatte zuvor schon einmal versucht zu begründen, warum es durchaus geraten sein kann, künftige Generationen an den Kosten von Projekten, die künftigen Generationen zugute kommen, zu beteiligen.

        Anscheinend findet diese Betrachtungsweise bei Ihnen keinen Zugang.

        Sie sagen auch:

        “Sie und ich sind leider ‘älteren Datums’, da könnte man sagen – total egal – aber es ist nicht gerecht so, weil unsere Stadt finanziell immer unbeweglicher wird.”

        “Total egal” scheint doch wohl Ihnen selbst zu sein, ob Vereine, deren Engagement in Kinder- und Jugendarbeit oder auch nur das Bedürfnis auch älterer Meschen, ab und zu schwimmen zu gehen, hier eine Zukunft haben. Ich lese in Ihren gesamten Zeilen keinen einzigen konstruktiven Vorschlag dazu (na ja, wenn man mal von der Idee mit dem Bus in andere Schwimmbäder absieht). Es geht Ihnen wohl bloß darum, zu sparen. Wozu ein Hallenbad gut ist, scheint Sie weniger zu interessieren.

        Dass ein altes, überkommenes Gebäude und alte unmoderne Technik irgendwann mal ersetzt werden müssen, diese Einsicht ist ein wesentlicher Motor unseres Fortschritts. Die Alternative heisst, vom Bestand zu zehren und das Risiko nicht planbarer und teurer Nachbesserungen in Altbestand wachsen zu lassen.

        Und eine Investition in so ein Bad generiert ja auch viele Effekte, die nicht unmittelbar sichtbar sind: sie sichert Arbeitsplätze (u.a. damit auch die Renten), sie hilft Energiekosten einsparen, sie treibt den Fortschritt voran; dazu hat für viele Menschen das Bewegen, das Schwimmen einen gesunderhaltenden Effekt (das hilft den Krankenkassen, denn fitte und um Ihren Körper bewusste Menschen kosten die weniger – zugegebenermaßen werden solche Einsparungen im Haushalt der Stadt Bruchköbel nicht unmittelbar wirksam).

        Also, es gibt schon ein paar gute Begründungen für einen Hallenbadbau, denke ich.

  12. Nachfolgend einige Punkte, warum das Bad aus finanzieller und technischer Sicht, von Ästhetik ganz zu schweigen, kaum sanierungsfähig ist:

    - Thema Sanierungsfähigkeit des Bades? -
    ===========================
    Historie und Kostenschätzungen von Baufachleuten / Architekten:
    o 2002 Sanierung Hallenbad und Technik 1,5 Mio. Euro
    o 2007 Sanierung Hallenbad, Technik, Sauna, Eltern/Kind Bereich 5,4 Mio. Euro
    o 2007 Neubau Hallenbad, Technik, Sauna, Eltern/Kind Bereich 7,3 Mio. Euro
    o 2010 Neubau Hallenbad, großes Lehrschwimmbecken, Technik ?? Mio. Euro

    • Barrierefreier Zugang
    o Neuer Aufzug auf der Damen- oder Herrenseite? – keine Lösung
    o Behinderten Toilette – keine Lösung
    o Behinderten Dusche – keine Lösung
    o Hebevorrichtung – keine Lösung
    • Kleinkinderschwimmen – keine Lösung
    • Engpass Warmbadetage – keine Lösung
    • Konkurrenz zwischen Schwimmern und Nutzern des
    Lehrschwimmbeckens – keine Lösung
    • Erhalt der Wettkampffähigkeit
    o Bei Einbau einer Edelstahlwanne unmöglich
    o Verkürzung führt zu Verlust der Vereinswettkämpfe
    o Also neue Folie oder neue Fliesen? Hygiene?
    o Kein Ausbau über 5 Bahnen
    o Unterwasseranströmung gegen Schwimmrichtung?
    o – Wassereinfluss müsste verlegt werden

    • Technik -Energetische Sanierung? Einsatz erneuerbarer Energien?
    o Wieder Gas? Einsatz von Thermosolar oder BHW? – unmöglich
    o Wasserrohre wurden zwischen Halle und Freibad in Beton verlegt – Kosten?
    o Dämmung aufs Dach – keine Lösung
    o Dämmung unter Becken – keine Lösung
    o 3fach Verglasung für die alte Halle?
    o Verbesserung des Gesamterscheinungsbildes?
    o Außenverkleidung?
    o Duschen & Umkleiden müssen komplett renoviert werden
    o Optimale Auslegung für Frei-&Hallenbad&Sauna – unmöglich
    o Rohrleitungen (Zu- & Abwasser) marode, ersetzen? Dto. Elektrik
    o Funktionsräume? – keine Lösung
    o Trockenräume? – keine Lösung
    o Eingangshalle? – keine Lösung

    o Lehrschwimmbecken? – keine Lösung

    Wolfgang Reichelt
    iV Aktionskreis pro Hallenbad

    • Lieber Herr Reichelt,

      nur eine kurze Bemerkung zum Thema Umfragen: Eine Umfrage bei regelmäßigen Nutzern des Hallenbades dürfte wohl recht vorhersehbar sein, nichts für ungut.

      Diie Umfrage hier könnte schon etwas repräsentativer sein, wobei ich diesen Anspruch nie erheben würde :) Aber es sind sicherlich Interessierte am Thema Hallenbad auf diese Seite gekommen,die nicht nur zum unmittelbaren Betroffenenkreis zählen. Und deren Meinung sollten Sie auch akzeptieren, denke ich.

      Im Übrigen deckt sich dieses – ich nenne es mal – Stimmungsbild mit meinen persönlichen Wahrnehmungen bei den Bruchköbelern zum diesem Thema. Auch im wkw Forum wird das nach meinem Eindruck ziemlich deutlich.

      Ansonsten bewundere ich Ihr Engagement und bedauere es sehr, dass ich letzte Sonntag nicht zu Ihrer Veranstaltung kommen konnte. Aber wie Sie sicher schon gesehen haben, hatte ich Ihren Blog bereits bei mir verlinkt.

      Zum Thema “Populismus”: Ich bin mir sicher, dass hier auch partei-taktische Spielchen im Hinblick auf die Kommunalwahl 2011 eine Rolle gespielt haben. Aber so funktioniert Politik nun mal auch, das ist nichts Dramatisches, muß aber auch angesprochen werden dürfen.

      Generell sollten wir weiter möglichst unaufgeregt über den Sachverhalt diskutieren. Es gibt bei dieser Entscheidung meiner Meinung nach kein Richtig oder Falsch. Vielleicht einen falschen Zeitpunkt, der ist aber eher zu spät, denn zu früh :) Aber der Beschluß ist gefasst, nun müssen wir alle zusammen zusehen, wie wir das zu günstig wie möglich über die Bühne bekommen. Hier ist Kreativität gefragt und das nicht nur in der Richtung, wie ich möglichst viele öffenltliche Gelder irgendwo anzapfen kann. Denn das ist nur eine Verschiebung des Problems.

  13. Liebe Frau Braun,

    sie sagten:

    “Hier ist Kreativität gefragt und das nicht nur in der Richtung, wie ich möglichst viele öffentliche Gelder irgendwo anzapfen kann. Denn das ist nur eine Verschiebung des Problems.”

    Die Ausdrucksweise “möglichst viele öffentliche Gelder irgendwo anzapfen” ist -entschuldigung- auch schon wieder wenig sachlich. Sie transportiert ein Bild, als ginge es irgendwelchen wenig verantwortungsvollen Leuten bloß darum, von irgendwoher “Staatsknete” aufzutreiben.

    Der Grund, warum es übergordnete Unterstützung für solche Projekte gibt, ist folgender:

    Wenn eine Stadt eine solche Maßnahme schultert, dann tut sie damit auch etwas für Bürger im Umkreis, die aus anderen Gemeinden kommen, weil das Angebot in ihrer eigenen Kommune nicht existiert. Die investierende Gemeinde hat einen Anspruch darauf, Zuschüsse übergeordneter Stellen zu bekommen – aus Landkreisen, vom Land oder vom Bund.

    Es geht also nicht darum, dass Bruchköbel “möglichst viele öffentliche Gelder irgendwo anzapft”, wenn man die Möglichkeiten für Zuschüsse prüft. Sondern man nimmt das selbstverständliche Recht in Anspruch, einen Ausgleich hereinzubekommen für eine Leistung, die auch den Nachbarn nutzt, die ihrerseits die Leistung nicht erbringen.

    Und, “Nachbarn” ist noch tiefgestapelt: Bei der Veranstaltung vor einer Woche im DLRG-Heim zeigte sich z.B., dass sogar ein Club aus Frankfurt und ein Büdinger Verein Zeiten in Bruchköbel nutzen.

  14. Eintrittspreise Schwimmbad Bruchköbel und Bäder in der Umgebung:
    In der Diskussion wird häufig auf andere Bäder in der Umgebung hingewiesen. Diese sind durch das zuständige Management und die Kommunalpolitiker meist gut Instand gehalten worden und locken daher mit ‘Wellness’, Sauna und diversen Wasserspielen. Umso erstaunlicher, dass in unserem Bad immer mehr Nutzer anzutreffen sind, die aus Hanau, Hammersbach, Nidderau ja selbst aus Dörnigheim zu uns kommen. Als Kriterien für ihre Wahl unseres Schwimmbades nennen sie den niedrigen Preis, die Warmbadetage und die gute Schwimmmöglichkeit.

    Daher sollten wir uns die nachfolgende Tabelle genau ansehen. Meine wichtigste Erkenntnis daraus ist, dass wir absolut die sozialsten Preise anbieten. Das gilt vor allem für die FAMILIE mit knapp 128 € pro Jahr für zwei Erwachsene inclusive der Kinder! Darüber hinaus sind die Preise für Rentner von 61,40€ für die Jahreskarte einmalig. Keine andere Kommune ringsum bietet ihren Senioren so günstige Eintrittspreise für die gesamt jährige Nutzung von Frei- und Hallenbad.
    Unser geplanter Neubau muss daher weiterhin soziale Preise ermöglichen. Wie schon an anderer Stelle diskutiert, wird das nur bei niedrigen Investitions- und Folgekosten funktionieren.
    Wir werden nicht erwarten können, dass die Preise gleich bleiben, aber sie sollten möglichst bei oder knapp unter den Preisen der umliegenden Bäder liegen. Kosten deckend kann ein Bad mit einer derartiger Nutzung durch Vereine, Schulen, Senioren, Kindern etc. nie sein.

    Mit diesen Fakten dürften Sie/wir wieder genügend Diskussionsstoff haben. Ich freue mich auf konstruktive Anregungen und Ideen.
    Wolfgang Reichelt
    pro Hallenbad Bruchköbel

    Ps aus Gründen der Lesbarkeit habe ich die Tabelle unter:

    http://badbrk.blogspot.com/

    ganz am Ende eingefügt.

  15. Ostersonntag
    ist unser Hallenbad in Bruchköbel bis 17.00 Uh geöffnet!!
    Ostereiersuchen kostenlos, solange Vorrat reicht
    Wir freuen uns auch über Besucher aus Hanau, Erlensee, Nidderau, Langenselbold …
    Eintritt wie üblich nur 2 € für Erwachsene und 1,30€ für Kinder!

    Einlass bis 16.00 Uhr !!!
    Ostermontag geschlossen!

    Ihr Aktionskreis pro Hallenbad
    http://badbrk.blogspot.com/


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