Verfasst von: Sylvia Braun | 20. Oktober 2010

Und weiter geht es…

…woanders:

http://www.sylvia-braun.de

Unter der Kategorie Bruchköbel finden sich nun künftig aktuelle Artikel zu Bruchköbeler Themen und natürlich auch die älteren Artikel und Kommentare dieses Blogs.

Aus Zeitgründen ist es mir leider nicht mehr möglich zwei Blogs zu pflegen (wie man die letzte Zeit unschwer erkennen konnte), außerdem ist die neue Plattform so thematisch breiter aufgestellt und hat auch ein paar Funktionalitäten mehr. So ist es z.B. möglich Kommentare zu bewerten.

In diesem Sinne-  ich hoffe, wir lesen uns weiter!

Verfasst von: Sylvia Braun | 21. April 2010

Wer hat Angst vor Google Street View?

Ist die Panikmache vor Google Street View mal wieder die typische deutsche Angst? Oder sind die Ängste berechtigt, die auch von lokalen Parteien (PM des BBB) zusätzlich geschürt werden? Ich habe dazu einen sehr interessanten, sachlichen Artikel bei Carta gefunden, in dem die rechtlichen Probleme und möglichen Gefahren ausführlich beleuchtet werden. Danach kann man sicher besser entscheiden, was man tun möchte.

Ich persönlich bin kein Gegner von Google Street View (GSV), habe also keinen Widerspruch eingelegt. Ich finde die Idee spannend, virtuell durch andere Städte gehen zu können und habe dies an einigen meiner vergangenen Urlaubsziele schon gemacht und mich wieder ein Stück im Urlaub gefühlt. Die Front unserer Hauses also im Internet? Warum nicht? Es ist ohnehin nur eine Momentaufnahme, sieht man sich z.B. die Satellitenbilder bei Google Maps an, so hat sich auf unserem Grundstück doch so einiges verändert. Und eigentlich sind die Satelliten Bilder wesentlich informativer, als ein Blick von der Staße aus, hier kann ich Grundstücksgrenzen, Bepflanzung, Pools etc. erkennen, im Vorbeifahren ist das wohl kaum möglich. Aber über Google Maps hat sich bisher niemand aufgeregt.

Die Angst vor der Auspähung durch Kriminelle halte ich auch für übertrieben. Natürlich kann jemand so unaufällig ein Bild von den Örtlichkeiten machen, aber erkennt man wirklich z.B. mögliche Schwachpunkte am Haus? Wohl kaum, die befinden sich nämlich meist eher an der Rückseite des Hauses – eben an uneinsehbaren Plätzen, denn beim Einbrechen will man ja nicht gestört werden. Ein persönliches Ausspähen wird auch durch Google Street View nicht wegfallen, dunkle Ecken mit Einstiegsmöglichkeiten und die Gewohnheiten der Bewohner erfährt man nur durch Einsatz vor Ort.

Und der Fall eines hosenlosen Finnen – tja, dumm gelaufen. Eigentlich unfassbar, dass man mit einer Kamera so in den Garten schauen konnte. Aber widersprechen kann man ja  immer noch, wenn das Bild nicht gefällt. Regt man sich auf, führt das nur zum sogenannten Streisand-Effekt. Das Bild des Finnen ist so ganz einfach weiterhin zu finden, obwohl es GSV schon längst aus seinem System genommen hat.

Jeff Jarvis hatte sich in seinem Vortrag auf der re:publica in Berlin etwas amüsiert über die Deutschen geäußert. Man geht in die Sauna und zeigt sich jedem nackig, das eigene Haus im Netz möchte man nicht sehen. Ich finde den Sauna-Vergleich nicht wirklich passend, aber in der Tat exhibitionieren sich doch viele Menschen auf den verschiendenen Plattformen der sozialen Netzwerke. Muss man hier Mitglied in Gruppen über sexuelle Vorlieben sein und das somit allen Nutzern bekannt geben? In einem Small-Talk hätte man das sicher nicht mal eben so am Rande erwähnt, oder? Das ist für mich schon ein Widerspruch.

Irgendwie kommt mir diese ganze Google-Debatte in der Tat typisch deutsch vor. Woher kommt nur dieses Misstrauen und der Pessimismus? Warum sehen wir immer erst die Gefahren und dann die Chancen? Wenn ich z.B. an die Proteste gegen die Volkszählung in den 80ern denke – heute regt sich darüber keiner mehr auf. Vielleicht wird das mit Google Steet View in ein paar Jahren genauso sein, wir werden sehen.

Verfasst von: Sylvia Braun | 25. März 2010

Klare Verhältnisse?

Heute morgen sind mir mehrere Plakate mit der Aufschrift www.klareverhaeltnisse.de auf dem Weg zur Kita aufgefallen. Das musst ich mir natürlich gleich mal ansehen – soweit hat die „Kampagne“ schon mal funktioniert. Aber ich muss schon sagen, dann war ich echt enttäuscht. Ein Abklatsch der ohnehin schon langweiligen Internetseite der CDU Bruchköbel? Und schlimmer noch, fast alle Menüpunkte führen in einem Extra-Fenster zu den Inhalten der Onlinepräsenz der CDU Bruchköbel. Dafür der ganze Aufwand??? Da muss ich mich schon fragen, was mir als Bürger damit gesagt werden soll.

Gerade nach der Lektüre des heutigen HA (HA 25.03.2010) bzgl. der letzten Stadtverordnetenversammlung kann ich nur sagen, klare Verhältnisse wäre echt schön. Aber dazu hat diese Seite ganz sicher nichts beigetragen. Klar, der Kommunalwahlkampf ist eröffnet, aber doch nicht so? Informationsgehalt der Seite ist gleich null (Kandidaten gibt es noch nicht). Die Seite kann nichts, was die andere Seite der CDU Bruchköbel nicht auch könnte, sie sieht nicht mal anders aus. Und ob es wirklich Leute gibt, die die ellenlangen Texte bis zum Ende lesen?

Die ganze Seite wirkt technisch unausgereift und der Content stark verbesserungswürdig.

Ein Zitat von der Kandidatenunterseite„Derzeit ist es einfach noch zu früh, da das Jahr 2010 ja noch ein bisschen andauert.“ Genau – für die ganze Aktion war es noch ein bißchen früh, schade das der Effekt des wirklich schönen Domainnamens so verpuffen wird. Medienkompetenz ist auf jeden Fall etwas anderes.

Hier noch die Screenshots (Stand 25.03.2010) zum Vergleich:

Verfasst von: Sylvia Braun | 14. Januar 2010

Das Hallenbad

Da  aktuell viel zum Thema Hallenbadneubau diskutiert wird, eröffne ich dafür nun im Sinne der besseren Übersichtlichkeit ein neues Thema. Die Hallenbadkommentare zu meinem vorherigen  Artikel zum Haushaltsicherungskonzept kann man hier nachlesen, die Diskussion in der Gruppe „Bürger leben Bruchköbel“ bei wkw gibt es hier. Eine Übersicht zum Aktionsbündnis „Pro Hallenbad finden Sie hier.

Meine Meinung zum Hallenbadneubau:  Ehrlich gesagt – da bin ich noch unentschieden. Natürlich hätte ich gerne im Ort ein attraktives Hallenbad und natürlich leuchtet mich auch die Notwendigkeit für die Vereine und den Schulsport ein.  Aber – können wir es uns wirklich leisten? Und auf wessen Kosten leisten wir es uns? Ich persönlich bin auch ohne Hallenbad im Ort groß geworden. Zum Schwimmen ist man eben mit dem Bus gefahren und im Sommer mit dem Rad. Und das Bruchköbeler Hallenbad ist auch nicht wirklich für die Mehrzahl der Bruchköbeler Bürger besser erreichbar als ein Hallenbad in einem der Nachbarorte.

Mir sind auch einfach diese ganzen Berechungen nicht geheuer, in die eine wie in die andere Richtung. Machen wir mit einem neuen Hallenbad tatsächlich keine Miesen mehr oder reduziert sich diese Summe nur? Lohnt sich dafür das neue Schuldenmachen?  Sind Bruchköbeler Bürger, Insitutionen, Vereine, Firmen bereit, sich evtl. auch auf die eine oder andere Art finanziell an einem Neubau zu beteiligen? Für mich sind da noch viele Fragen offen.

Deshalb bin ich gespannt, wie die Diskussion weiter geht.

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